Winter der Toten

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    • Der Heidelberger Spieleverlag hat mit Dead of WInter ein weiteres unglaublich gutes Spiel eingedeutscht.
      Ich habe mir das Spiel schonauf der Messe Essen anschauen dürfen, konnte es aber leider nicht kaufen, da es ausverkauft war.
      Im Nachhinein erfuhr ich, dass es auf deutsch erscheinen wird und nun wurde es am 11.2. released.
      Drei Tage später hielt ich es in den Händen und ich muss sagen ich bin begeistert. Es macht wahnsinnig Spaß und ich muss an dieser Stelle einfach mal Werbung dafür machen.
      Wenn ihr Co-Op Spiele mögt müsst ihr es testen!
      Ich werde bei der nächsten Runde gerne auch mal ein paar Fotos schießen um euch das ganze auch bildlich näher zu bringen.

      LG
    • Ich habe es auch schon vorbestellt, bekomme es aber vermutlich erst nächste Woche (portosparenderweise zusammen mit der nächsten X-Wing-Welle).

      Ich habe es letzten November zweimal in Englisch gespielt und kann es ebenfalls absolut empfehlen. Ein tolles Spiel! Wer semi-kooperative Spiele im Stile von Battlestar Galactica mag und mit dem Zombie-Thema etwas anfangen kann, sollte unbedingt einen Blick riskieren!
      "Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden. Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen." (George Bernard Shaw)
    • Ich werde bei der nächsten Runde gerne auch mal ein paar Fotos schießen um euch das ganze auch bildlich näher zu bringen.

      LG


      Wäre cool, wenn du es mal näher beschreiben würdest. Zwei Zombie-Brettspiele im Haushalt hielt ich bisher als ausreichend. So hatte ich Winter der Toten bisher nur so semi verfolgt.
      "Du schreitest ewig durch die Schattenreiche, kämpfst gegen das Böse, wo andere versagen. Möge dein Durst nach Rache nie versiegen, möge das Blut auf deinem Schwert niemals trocknen - und mögen wir dich nie wieder brauchen."
      -Corrax-Eintrag 7:17
    • Wäre cool, wenn du es mal näher beschreiben würdest. Zwei Zombie-Brettspiele im Haushalt hielt ich bisher als ausreichend. So hatte ich Winter der Toten bisher nur so semi verfolgt.


      Mache ich doch gerne:

      Das Spiel kann von 2-5 Spielern gespielt werden, wobei das eigentliche Spielprinzip aber erst ab 3 Spielern greift. Die zwei Spieler Variante ist eine reine Co-Op Variante.
      Die folgenden Beschreibungen stützen sich demnach auch in erster Linie auf das Standard Mehrspieler Spiel.

      Man spielt mit den anderen Spielern als Gruppe Überlebender in einer Kolonie. Dabei hat jeder Spieler zu Spielbeginn zwei Charaktere, die sein Team verkörpern.
      Das Spiel kann in verschiedenen Szenarien gespielt werden, welche somit 10 verschiedene Spielziele anbieten. Dabei gibt es Ziele, die einfacher/schneller zu erreichen sind (Spielzeit 60-90 Min.), mittlere (90-120 Min) und lange (>120 Min.).
      Zu diesem vorgegebenen Gruppenziel bekommt allerdings auch noch jeder Spieler ein geheimes Spielziel, dass er in den meisten Fällen zusätzlich zum Gruppenziel erreichen muss um das Spiel als Gewinner zu beenden. Das kann zum Beispiel darin bestehen zu Spielende eine gewisse Menge an Nahrungsrationen auf der Hand zu halten. Diese Vorratshaltung kann natürlich während des Spiels zu Konflikten mit dem Gruppenwohl führen, wenn eben diese Nahrungsmittel gerade in der Kolonie gebraucht würden.
      Zudem besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler sogar eine Verräterkarte als geheimes Spielziel gezogen hat. Dies bedeutet dann, dass er gegen das Gruppenziel arbeitet und versucht die Moral in der Gruppe auf 0 zu bringen. Es muss aber nicht in jeder Partie diese Karte gezogen werden. Das macht es ziemlich unberechenbar und sät eine gesunde Prise Misstrauen in die Gruppe.
      Das Spiel an sich läuft dann klassisch rundenweise mit Aktionen ab. Jeder Spieler hat Aktionswürfel in Anzahl seiner Überlebenden +1. Zu Beginn demnach 3. Im weiteren Spielverlauf können weitere Überlebende gefunden werden.
      Diese Aktionen können dazu benutzt werden um z.B. an einem der sechs Standorte in der nahegelegenen Stadt nach Vorräten zu suchen. Die Standorte sind: Schule, Tankstelle, Polzeiwache, Bibliothek, Supermarkt und Krankenhaus. Natürlich sind die gefundenen Waren vor Ort immer stark davon abhängig, wo man sich befindet. So kann man natürlich im Krankenhaus auf Grund des Notstromaggregats Benzin finden. Die Chance ist bei der Tankstelle aber natürlich ungleich größer.
      Die gefundenen Waren wandern nach erfolgter Suche auf die Hand des jeweiligen Spielers. Die anderen Spieler wissen demnach nicht, was dort gefunden wurde.
      Jede Spielrunde gilt es eine Krisenkarte für die ganze Gruppe aufzudecken. Diese muss gemeinschaftlich von den Spielern gelöst werden indem gewisse Beiträge geleistet werden. Ist dies am Ende der Runde des letzten Spielers nicht gelöst, passieren schlimme Dinge ;)
      Diese können z.B. darin bestehen, dass weitere Zombies ins Spiel gebracht werden. Zombies tauchen aber auch so an jedem Rundenende je nach Anzahl der Überlebenden an den Standorten auf. Also ganz einfach: Je mehr irgendwo los ist, desto mehr Zombies tauchen auch auf.
      Auch diese können und sollten in den Runden der Spieler mit ausgegebenen Aktionen bekämpft werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass ein Standort überrannt wird und dadurch ein Überlebender stirbt. Dies ist schlecht für die Moral der Gruppe.
      Interessant ist auch, dass zu Beginn jeder Runde eines Spielers noch vom Spieler rechts von ihm eine sogenannte Schicksalskarte gezogen wird. Diese KANN, aber muss nicht ausgelöst werden, während der Spieler am Zug ist. Diese Karten triggern z.B. dann, wenn eine gewisse Aktion vom Spieler ausgeführt wird, oder ein bestimmtes Gruppenmitglied auf dem Spielfeld aktiv ist. Dies bringt noch mehr Spannung ins Spiel.
      So, natürlich ist das imme rnoch nicht alles, man kann noch Barrikaden errichten, potentiell erkannte Verräter aus der Kolonie verbannen (das Spiel geht für den Verräter dann außerhalb der Kolonie weiter), Erfrierungen und Verletzungen erleiden und natürlich gebissen werden.
      Aber ich hoffe ich konnte einen ersten groben Einblick in den Spielablauf geben. Für Fragen stehe ich natürlich gerne bereit :)
      Ich kann aber auch allen interessierten nur ein Youtube-Video ans Herz legen. Es ist richtig cool gemacht, wenn nicht mit das Beste, was ich bisher als Brettspielvorstellung kennengelernt habe. Hier erfahrt ihr atmosphärisch gestaltet noch viel mehr über das Spiel: https://www.youtube.com/watch?v=E6Etpk9NGMg

      LG
    • Am Mittwoch war es soweit, nachdem uns die Post letzten Samstag noch ein Strich durch die Rechnung gemacht hatte. (Wir haben dann statt dessen ein Robinson Crusoe gespielt, bei dem wir vor unserem grossen Leuchtfeuer verfroren sind.) Anfangs hatten wir zwar noch etwas Mühe Mitspieler zu finden: Kooperativ, nein danke. Zombies, ihhh! Schlussendlich hatten wir aber eine gemütliche Vierergruppe und ich behaupte, wir hatten deutlich mehr Spass, als die anderen mit ihren 3x 7 Wonders in der Zwischenzeit.


      In unserem Szenario hatten wir angeblich zu viele hungrige Mäuler zu stopfen, doch dank einer fleissigen Köchin merkten wir davon wenig. Allerdings neigten eigentlich sozial eingestellte Spieler plötzlich zu Verbannungen von Unruhestiftern.

      In der zweiten Runde sollten wir Medikamente beschaffen, doch tauchte da Schlussendlich trotz genügender Menge, ein falscher Gegenstand auf. Argh, ein Verräter! Mein Spielziel lautete nun, dass ich diesen verbannen müsse. Also Raus du mieser... Mist, den Falschen erwischt.

      Und verdammt meine beiden Charaktere leiden nun an Frostbeulen und natürlich habe ich nun keine Medizin mehr, um sie davon zu heilen. Da mein Feuerwehrmann schon auf dem Weg zur Tankstelle eine Wunde kassiert hatte, stirbt er direkt Anfangs meiner Runde. Auch für den Chemiker sieht es schlecht aus, obwohl seine Fähigkeit uns schon viele Zombies vom Leib gehalten hat, droht auch ihm der Erfrierungstod. Also macht auch er sich nun in die Stadt auf, und versucht ein Medikament zu organisieren, was ihm natürlich nicht gelingt. Also finde ich mich damit ab, dass auch er in der folgenden Runde das Zeitliche segnen wird. Doch ich habe ja den Bürgermeister neu in mein Team bekommen.

      Unerwarteter weise hilft uns der zuvor verbannte Spieler trotzdem weiter und heilt sogar meinen Chemiker. Dieser entwickelte sich im weiteren Verlauf des Spiels zu einem schiesswütigen Zombiekiller.

      Mein weiterer Versuch den Verräter zu entlarven, scheitert an der Zustimmung meiner Mitspieler und ich werde sogar verdächtigt, durch das Ausschliessen selbst die Kolonie zu sabotieren. Trotzdem erfüllen wir unsere Aufgaben erfolgreich bis zu letzten Runde, offenbar nützt es dem Verräter nichts, wenn alles zu Grunde geht.

      In der letzten Runde sieht eigentlich alles gut aus. Eigentlich, denn in unserer Mitte schlummert immer noch ein Verräter und nach mir kommt noch der Spieler mit mittlerweile 5 Charakteren. Also starte ich einen neuen Versuch den Verräter zu verbannen, ansonsten erreiche ich mein Spielziel ja nicht. Obwohl ich recht daran glaubte, gelingt es mir diesmal sogar, hurra!

      Somit bekam dieser Spieler ein neues Ziel, welches er sogar noch erreichte, obwohl die Stadt überall von Zombies überrannt wurde. 3 von 4 Spielern erreichten so ihre Ziele und die Kolonie hat diese erste Herausforderung überstanden. Lediglich mein letztlich verbliebener Koloniegefährte schaffte es nicht, da ihm einige Gegenstände fehlten. Ungerecht, wenn man bedenkt wie uns seine Köchin uns das Leben erleichterte, aber so läuft es nun mal...

      Wäre meine Verbannung gescheitert, hätte der letzte Spieler unsere eigentlich ausreichenden Nahrungsvorräte vernichtet und er hätte wohl aus dem resultierenden Moralverlust als einziger gewonnen.


      Fazit: Ein sehr schönes Spiel. Trotz kooperativ Modus läuft es viel weniger so ab, dass die Züge der Spieler von anderen Spielern zum Wohle der Gemeinschaft bestummen werden. Findet in unserem Club auf Grund der Spielart leider nur begrenzt anklang. Ich freue mich schon auf die nächste Runde, welche vielleicht Heute Abend zustande kommt.

      Kai Schober schrieb:

      • Taschenmammuts erschüttern nicht länger den Boden, wenn sie sterben. Ganz ehrlich, so schwer sind die nun wirklich nicht.