Beiträge von Tomoyo

    2020 war ein außergewöhnliches Jahr. Vieles gewohnte war anders oder kam zu kurz.

    Jetzt kann ich nicht einfach so tun, als wäre nichts gewesen und eine x-beliebige Weihnachtessgeschichte erzählen. Nein, all das galt es zu berücksichtigen und einen Ausgleich zu schaffen.

    Doch für was genau? Zwei Sachen waren sicherlich Mangelware in diesem Jahr: Toilettenpapier und etwas zu Lachen.

    Ersteres habe ich bereits in der Vergangenheit erledigt, so eignet sich manch meiner Beiträge ausgedruckt hervorragend dazu (gerne geschehen).

    Zweiteres hoffe ich mit den nächsten Adventssonntagen abhelfen zu können.


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    1. Advent, ein Lichtlein brennt...


    Sonntag, 1.Advent 10:00 Uhr:


    In der Reihenhaussiedlung Onkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.


    10:14 Uhr:


    Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Onkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.


    19:03 Uhr:


    Im 14 km entfernten Atomkraftwerk Sottrup-Hocklage registriert der wachhabende Sicherheitsinspekteur Homer S. irrtümlich einen Defekt der Messgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.


    20:17 Uhr:


    Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.


    20:56 Uhr:


    Der Diskothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.


    21:30 Uhr:

    Im Trubel einer Geburtstagsfeier im Atomkraftwerk Sottrup-Hocklage verhallt das Alarmsignal aus Sektor 7G.

    21:50 Uhr:

    Der 95-Jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.

    22:12 Uhr:

    Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Onkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Brohrmeyer gelandet.

    22:37 Uhr:

    Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.

    22:50 Uhr:

    Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Atomkraftwerks Sottrup-Hocklage, beide Reaktorblöcke laufen brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

    23:06 Uhr:

    In der taghell erleuchteten Siedlung Onkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

    23:12 Uhr und 14 Sekunden:

    In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Atomkraftwerks Sottrup-Hocklage wie Donnerhall. Durch den stockfinsteren Ort stapften irre, verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.



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    2. Advent: Ein Schüleraufsatz zum Advent


    Der Advent ist die schönste Zeit im Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K.


    Drei Wochen bevor das Christkind kommt, stellt der Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.

    Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords tolle Figuren darin. Ich habe einmal den Josef und das Christkind auf den Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben und es war ihnen heiß. Das Christkind ist schwarz geworden und den Josef hat es in lauter Trümmer zerrissen. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzchenteig geflogen und es war kein schöner Anblick.

    Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind.

    Wenn die Maria ohne Mann und ohne Kind rumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber ich habe Gott sei dank viele Figuren in meiner Spielkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkind wollte ich Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch keinen Asterix als Christkind nehmen, da ist das verbrannte Christkind noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkind.

    Hinter dem Christkind stehen zwei Ochsen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier.

    Das Nilpferd und den Saurier habe ich hinein gestellt, weil die Ochsen und der Esel waren mir allein zu langweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Advent beim Putzen herunter gefallen und er war total hin. Jetzt haben wir nur noch zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz.

    Normal haben die heiligen Könige einen Haufen Zeug für das Christkind dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Pürree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapier dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Malboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Malboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole in der Hand. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkind, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

    Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben dem Stall haben wir das Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Bier für die Oma dabei. Einen Wolf haben wir nicht, darum lauert hinter dem Baum ein Bär als Ersatzwolf hervor.

    Mehr steht nicht in unserer Krippe, aber das reicht voll.

    Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Advent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu langweilig.

    Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Advent gelernt und es geht so:

    "Advent, Advent, der Bärwurz brennt,

    Erst trinkst ein, dann zwei, drei, vier,

    dann haut es dich mit dem Hirn an die Tür!"

    Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

    Eher es man sich versieht ist der Advent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es auch dahin.

    Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt vor Ostern nichts mehr, höchstens man hat vorher Geburtstag.


    Aber eins ist gewiss: Der Advent kommt immer wieder.



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    3. Advent: Warum es keinen Weihnachtsmann gibt


    Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.


    Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (anscheinend) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15% der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.


    Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen.


    Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040km pro Sekunde fliegt, also der 3.000 fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Flugzeug, die Boeing X-43, erreichte eine Geschwindigkeit von 2,94 km pro Sekunde über eine Zeit von 10 Sekunden bis das Triebwerk schmolz. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 80 km pro STUNDE.


    Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein „fliegendes Rentier'' (siehe Punkt 1) das zehnfache normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.


    410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugen einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 Trillionen Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert.


    Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.


    Damit kommen wir zu dem Schluss: Wenn der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke bringen wollte, dann ist er bei dem Versuch verstorben. Eine Wiederholung durch weitere Probanden kann nicht ausgeschlossen werden.



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    4. Advent: Polizei und Jugendamt ermitteln - Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen


    BETHLEHEM, JUDÄA, dpa - In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Jugendamts, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.


    Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Beamten abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.


    Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl Bundespolizei, Bundeskriminalamt als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.


    Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."


    Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen. In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."


    Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe."



    Bonus:


    Wessen Herz zur Winterzeit eisig bibbert,

    in der Wohnung für sich Plätzchen knabbert.


    Jeden Advent schon überstanden,

    doch kein Besuch dir nahegestanden.


    Zum Fest der Liebe klingelt es an der Tür,

    Mist, der Nachbar braucht nur Klopapier.


    Musst am Weihnachtsabend alleine darben,

    stellt Mutter telefonisch wieder die gleichen Fragen.


    Welch Qual es doch sein kann einsam,

    das Leben macht viel mehr Spaß gemeinsam.


    Sei unbesorgt, die Lösung ist nicht fern,

    Sie kleidet sich ganz modern.


    Denn das Christkind ist kein dummes geschwätz,

    schenkte der Welt und jedem - Das Netz.


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    Oh Mann, so viel wieder auf einmal @.@ ... na zum Glück steht der Weihnachtsurlaub kurz darauf an. Die Zeit werde ich für die Fortsetzung meiner vier (vorgesehenen) Reliktwaffen und der drei (beabsichtigten) Himmelstahl-Werkzeuge auch bitter benötigen ^^'

    Neuer 48er-Raid für Bozja find ich auch schick, den Erkundungsmodus werde ich sicherlich für ein paar Screenshots nutzen und bei dem Artwork bekomme ich jetzt schon richtig Bock auf die Story:

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    Das hatte ich mir zumindest beim Schreiben gedacht, aber die Enttäuschung war zu diesem Zeitpunkt halbwegs abgeklungen ... bis dein Beitrag diese wieder aufgerissen hat *wimmernd unter den Tisch verkriech* D':


    Bleede Handwerker, die Arschbaggagsichder mached mir da jetz en Strich durchd Rechnung. I will doch au bloß oimal m'Lebe älle Gwilde Stämm erledigt han, aber noi diesmol wieder ned *rhythmisch vor und zurück wippend* ^^

    Die vollständigen Details zum Patch liegen jetzt vor.


    Nachfolgend als Orientierungshilfe eine kleine Übersicht der Startpunkte zu den neuen Inhalten:


    Hauptstory - Crystarium (X:12.5 Y:16.2)


    Allianz-Raid - Kholusia (X:34.7 Y:18.2)


    Prüfung - Crystarium (X:7.5 Y:12.5) nach Abschluss des Hauptszenarios


    Saphir-Waffe - Das Fenn (X:11.3 Y:22.5)


    Traumprüfung - Frohehalde (X:7.0 Y:5.9)


    Wunschlieferungen (Sammler/Handwerker) - Himmelsstadt (X:13.5 Y:11.2)


    Wilde Stämme (nur Handwerker) - Kholusia (X:15.7 Y:30.3)


    Wir „sehen“ uns dann morgen Abend in der Puppenfestung (und nein, damit meine ich nicht meine Man Cave *rofl*)

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    Also im Detail weiß ich jetzt gerade nicht mehr alles, muss mich da auch nochmal einlesen.

    Bin zudem derzeit noch am basteln und überlegen, wie wir das alles gut organisiert bekommen.

    Habe definitv die Absicht, euch rechtzeitig vor Release genaueres zur Charaktererstellung zukommen zu lassen, damit wir bestmöglich vorbereitet sind und nicht zu viel Zeit verlieren.

    Grob gesagt kann ich aber eine ersten Erläuterung (nach Gedächtnis) geben:


    Jeder Spielcharakter kann für seine Eltern einen gemeinsamen Beruf auswählen.

    Wenn dann keiner in der Gruppe z.B. einen Schmied als Eltern gewählt hat, dann gibt es im Heimatdorf eben keinen Schmied (so ähnlich ist das heute ja auch in echt noch mit der Infrastruktur auf dem Land) :D


    Es gibt glaub 8 Berufe zur Auswahl, da jeder Spielcharakter nur einen wählen kann, ist etwas Behutsamkeit sinnvoll.

    Im Original konnte der „Host“ zwar noch weitere Spielcharaktere erstellen und mit diesen zumindest die Grundfunktion aller Berufe verfügbar machen, ob das im Remaster auch geht muss sich erst noch zeigen.


    Wichtig sind die Berufe der Eltern allerdings noch aus einem anderen Grund, denn diese können gelevelt werden (Beziehungsstatus) und gewähren dadurch Boni, wie nur somit herstellbare Ausrüstung, Geschenke oder Rabatte beim Einkauf.

    Den Beziehungsstatus kann man auf verschiedene Arten steigern, falls man alles falsch oder nicht macht, dann kann es sogar passieren, dass diese einem gar nicht mehr helfen (zumindest bis der Status wieder einen bestimmten Wert übersteigt).


    Klingt komplizierter als es ist!

    So ähnlich ist das bei mir auch. ^^ Hatte damals keine Mitspieler, da ja jeder weitere zusätzlich einen Gameboy Advance benötigt hätte.

    Ich denke, das Spiel hat deshalb zu seiner Zeit fast niemand so erleben können, wie es von den Entwicklern beabsichtigt war.

    Hab mich alleine bis ca. zur Hälfte durchgekämpft, glaube ab dann war es Solo nicht mehr so richtig weiter zu bewältigen.

    Freue mich bereits seit der Ankündigung auf der TGS 2018 riesig auf das Remaster ... wahrscheinlich sogar noch etwas mehr als auf das Remake von Final Fantasy VII. Auf das Remake zu VII hat schließlich jeder gewartet, Crystal Chronicles dagegen ist eine in Vergessenheit geratene Perle, welche jetzt eine verdiente zweite Chance erhält.

    Schön, dass SquareEnix mit der Lite-Edition da eine (besonders im Vergleich zum Original) kundenfreudliche Lösung zum gemeinsamen Spielen anbietet. *.*


    Übrigens hab ich sogar noch das offizielle Lösungsbuch, dessen Inhalt zwar nicht uneingeschränkt auf das Remaster übetragbar sein dürfte, aber besser als nix.

    Zu den Dungeons, Gegner und Bossen will ich (vorerst) nichts nachlesen, aber zu den Vor- und Nachteilen der Spielervölker, sowie den Beufen der Eltern kann es uns unter Umständen hilfreich bei der Gruppenerstellung sein.

    Wer keine Lust oder Zeit auf viele Hintergrundinformationen und es eilig hat, der kann direkt zu den nachfolgend genannten Punkten 4 und 5 scrollen.


    Inhaltsverzeichnis
    1. Vor langer Zeit
    2. Die Story
    3. Hier und heute
    4. Aufruf zur Mitspielersuche
    5. Voraussetzung

    6. Bisher bekundetes Interesse


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    1. Vor langer Zeit


    Wir schreiben das Jahr 2002 und Squaresoft (damals noch vor der Fusion mit Enix zu Square Enix) steckt in existenzbedrohenden, finanziellen Schwierigkeiten. Diese wurden durch die immensen Kosten des kommerziellen Misserfolgs aus dem zuvor produzierzen ersten vollständig computeranimierten Kinofilm mit einer weitgehend realistischen Darstellung von Menschen: Final Fantasy: Die Mächte in dir (englischer Titel: Final Fantasy: The Spirits Within), verursacht.

    Kosten von 160 Millionen $ standen lediglich Einnahmen von 85 Millionen $ entgegen, Squaresoft brauchte (schnell) neues Geld und ersann den Plan neue Zielgruppen zu erreichen.

    Das Problem an der Sache war, dass die Spiele ihre wichtigste Marke „Final Fantasy“ zu dieser Zeit exclusiv für die Playstation 2 von Sony waren.

    Die Lösung bestand darin eine Tochtergesellschaft zu gründen und dieser das Recht einzuräumen, ein eigenes neues Spiele mit der Lizenz von „Final Fantasy“ für den GameCube von Nintendo entwickeln zu dürfen.

    So entstand ein neuer Ableger der berühmten Serie, welcher am 12. März 2004 in Europa veröffentlicht wurde: Final Fantasy Crystal Chronicles!


    Ein nicht weiter bedeutender Junge im adoleszenten Alter und großer Fan der gesamten „Final Fantasy“-Serie, ließ sich daher auch dieses Abenteuer damals nicht entgehen.


    2. Die Story


    Die Welt von Final Fantasy Crystal Chronicles ist von einem eitrigen und giftigen Dunst umhüllt: dem Miasma. Jede Person, die mit dem Miasma in Kontakt gerät, ist zu langsamer und qualvoller Agonie verdammt. Die Menschen verdanken ihr Überleben nur den großen Kristallen, welche das Miasma abstoßen und damit die letzte Bastion im verzweifelten Überlebenskampf sind. In ihrem Schutz finden sich die letzten verbliebenen Siedlungen.


    Unglücklicherweise ist die Kraft der Kristalle begrenzt. Nach und nach verlieren sie ihren Glanz, bis hin zur völligen Erschöpfung. Um das zu verhindern, ist jedes Jahr eine Reinigung durch den Myrrthau erforderlich. Dieser kostbare Tau sammelt sich auf den Blättern der heiligen Lebensbäume, die vereinzelt auf der Welt zu finden sind. Jedes Dorf und jede Stadt sendet jährlich eine eigene Karawane aus, die aus jungen und engagierten Leuten besteht, die nur ein Ziel vor Augen haben: einen Kristallkelch gefüllt mit Myrrthau zurückzubringen, damit der Kristall gereinigt werden kann.


    Die Reisenden der Karawane müssen sich einen Weg durch das Miasma bahnen. Das ist das geringste Problem, denn der giftige Nebel wird von einem tragbaren Kristall dem Kristallkelch in einem kleinen Umkreis zurückgestoßen. Doch rund um die Lebensbäume hausen unzählige Monster. Auf dem Weg zu den Bäumen muss sich jede Karawane durch gefährliche Höhlen, Minen und Sümpfe kämpfen.


    Leider spendet jeder Baum nur einen einzigen Tropfen Myrrthau. Anschließend dauert es zwei Jahre lang, bis sich der nächste Tropfen gesammelt hat. Deshalb sind die Karawane gezwungen unterschiedliche Bäume aufzusuchen. Sobald ein Kristallkelch gefüllt ist, wird er ins Heimatdorf zurückgebracht, wo der Dorfälteste mit Hilfe uralter Beschwörungsformeln den Kristall regenerieren und seien Aura wiederherstellen kann.

    Und so endet der Kreis ... bis er im nächsten Jahr wieder von vorne beginnt.


    Doch wer wird sich damit zufrieden geben, immer und immer wieder für die Reinigung des Kristalls zu sorgen. Wäre es nicht viel erstrebenswerter, das Übel, das diese Welt heimsucht, ein für alle Mal zu beseitigen und den Teufelskreis zu durchbrechen?

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    3. Hier und heute


    Jetzt über 16 Jahre nach dem Original, soll am 27. August 2020 die Remastered Edition als kostenpflichtige Vollversion und kostenlose Lite Edition für PS4, Switch und Android/iOS (diese evt. etwas später) veröffentlicht werden.

    Bis zu vier Spieler der Lite Edition können sich zusammenschließen und gemeinsam durch drei Dungeons spielen, ohne zusätzliche Kosten (bitte beachtet aber, dass auf PS4 und Switch ein aktives Abo für die jeweiligen Online-Dienste erforderlich ist, um online spielen zu können).

    So wie die vollständige Version des Spiels unterstützt auch die Lite Edition Crossplay - Switch-Nutzer können also gegen PS4-Besitzer spielen, PS4-Besitzer können sich Smartphone-Spielern anschließen und so weiter.

    Und wenn einer aus der Gruppe die volle Version des Spiels besitzt, wird die Sache gleich noch ein bisschen interessanter…

    Wenn ein Spieler die Vollversion von Final Fantasy Crystal Chronicles Remastered Edition besitzt, kann er bis zu drei Lite-Spieler in seine Karawane einladen. Und während die Truppe zusammen ist, kann sie durch bis zu 13 weitläufige Dungeons reisen.

    Mit anderen Worten: Man braucht nur eine volle Version des Spiels, um in einer Vierergruppe das Spiel online zusammen spielen zu können.



    Weitere Informationen unter: Square Enix News und Infoseite zum Spiel


    4. Aufruf zur Mitspielersuche


    Ich werde mir auf jeden Fall die Vollversion kaufen und daher möchte ich euch Fragen, ob mich auf meiner Reise bis zu 3 weitere Mitspieler über die kostenlose Lite-Edition begleiten möchten und wir damit alle gemeinsam das vollständige Spiel erleben können. Bei Interesse bitte hier melden oder mich über Discord anschreiben.


    5. Voraussetzungen


    - Zeit für regelmäßige gemeinsame Termine nach Verabredung

    - Nutzung von Voice-Chat (gerne auch über Discord oder TS)

    - eine PS4, Switch oder unterstütztes Smartphone (Crossplay ist möglich)

    - ggf. bei PS4 bzw. Switch ein aktives Abo für die jeweiligen Online-Dienste

    - installierte Vollversion oder Lite Edition von Final Fantasy Crystal Chronicles Remastered


    6. Bisher bekundetes Interesse


    - Sersly
    - Venja

    - qivis

    - Tomoyo

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    Die Sonderseite für Patch 5.3 „Reflections in Crystal“ ist online.

    Release am 11. August ist damit bestätigt.


    Neu in Patch 5.3

    • Neue Hauptszenario-Aufträge
    • Neuer Dungeon: „Schlacht um Norvrandt“
    • Neue Prüfung
    • Neuer Allianz-Raid: „YoRHa: Dark Apocalypse - Die Puppenfestung“ *.*
    • Chroniken der neuen Ära - Schlacht um Werlyt
    • Die Traumtafel: „Traumprüfung - Shiva“
    • Neue Wunschlieferungen
    • Aufträge der Zwerge - Wilde Stämme
    • Die Königinnenwache
    • Neuer Kampfinhalt: „Bozja-Südfront“
    • Wiederaufbau Ishgards: Neues Kapitel
    • Himmelsstahl-Werkzeuge: Neue Modelle
    • Überarbeitete Gebiete
    • Die Testsynthese
    • Neue Kapitel für Neues Spiel+
    • Der Gegenstandstausch

    Oh, ein Dragon Quest Event.

    Wenn das zu Lighning Returns zurückkommen würde, dann wäre mir das zwar lieber (wird es aber wahrscheinlich nicht oder nur eingeschränkt, da die Ausrüstung mittlerweile übers Mogry Kiosk erwerblich ist).

    Naja, einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul :D


    Ob das Gold Saucer-Festival dieses Jahr auch nochmal kommt, war letztes Jahr vom 06.06 - 24.06. Ich will +50% MGP!

    Liebes Tagebuch, heute vor genau einem Jahr hatte ich meine erste Kontaktanzeige aufgegeben.

    Ein guter Zeitpunkt um inne zu halten, einmal einen Blick zurück zu werfen.

    Die Liebe fürs Leben habe ich zwar noch immer nicht gefunden, dafür aber viele merkwürdige außergewöhnliche Menschen kennengelernt, sodass diese Entscheidung dennoch eine meiner besseren gewesen ist.

    Die eingeschlagene Abzweigung hat mich auf meinem Lebensweg genau hierher geführt, sei es aus Zufall, Vorherbestimmung oder freiem Entschluss und darüber bin ich sehr glücklich.

    Manch liebgewonne Bekanntschaft hat zwischenzeitlich eine Pause eingelegt oder sich gänzlich verabschiedet, auch ihnen möchte in diesem Moment gedenken und meinen ausdrücklichen Dank für alles was sie zuvor aufgebaut, sowie wir gemeinsam erlebt haben, aussprechen.

    Wohin die Reise in Zukunft auch immer gehen mag, so nehme ich nichts für selbstverständlich hin, hoffe das Beste und möchte weiterhin möglichst mutig einen Schritt nach dem nächsten auf alle „alten“ und neuen Bekanntschaften zugehen.

    Ich habe mehr Schwächen als ich in nüchternem Zustand eingestehen möchte und mache es meinem Umfeld sicherlich auch nicht immer leicht, aber daran kann ich ja innerhalb des nächsten Jahres arbeiten ^^


    Denkwürdige Sätze gemäß Gedächtnis:







    Euer

    - Discounter DD ™

    - Second Hand Heiler ™

    - 99 Cent Tank ™