Banished - Ein-Mann-Projekt mit Wuselpotenzial

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    • Sagt einem dieser neu erschienene Titel denn was?
      Ich muss sagen, wenn man mal bedenkt, dass das von einer einzelnen Person entwickelt wurde, finde ich das schon beachtenswert.
      Das Ganze ist mehr eine Aufbausimulation im Stile von Anno, allerdings ohne Militär. Es konzentriert sich auf das Wesentliche und das macht es erstaunlich gut, wie ich finde. Die Schwierigkeit liegt wohl eine ganze Ecke oberhalb des Durchschnitts, es muss schon SEHR genau und durchdacht geplant werden. Sicher ist es jetzt nicht der heilige Gral der Aufbausimulation, aber sicher einen Blick wert meiner Meinung nach.

      shiningrocksoftware.com/game/
    • Ui!!! Ich suche schon lange nach etwas Anno ähnlichem, dass ich hin und wieder mal spielen kann :)
      Kann man das Spiel auch über LAN mit anderen spielen?


      Aus der Webseiten-FAQ:


      Does the game have multiplayer? Will it ever have multiplayer?
      • Banished does not have multiplayer. The code for Banished wasn’t built with multiplayer in mind, so it’s very unlikely that it will be added in the future.
    • @Enaijo
      Ja, es ist sicher nichts für jemanden, der schnelle Erfolge sehen will, das sollte man schon sagen. Mit der Strategie "möglichst schnell möglichst viele Einwohner" wird es hier jedenfalls nichts. Alleine die Möglichkeiten, wie man sich Krankheiten in die Siedlung holen kann... da muss man erst einmal drauf kommen :D
    • Ich habe Banished auch- nicht nur von einer Person geschrieben, ist es auch schlappe 250MB klein, man glaubt gar nicht, was man für Spiele in 250MB bringen kann.

      Banished ist toll, "Wuselfaktor" ist nicht einfach zu erreichen, da man doch immer etliche Brandherde entschärfen muss- es ist beinahe eine Art Survival-Aufbau-Sim ohne Zombies. Allerdings, wenn man's erst einmal einigermaßen auf die Beine gebracht hat, gibt es tatsächlich Wuselfaktor- dann muss man sich nur zurückhalten mit der Zeitbeschleunigung.

      Einen guten Start hat man übrigens, wenn man einen Förster und einen Sammler möglichst früh baut- der Sammler sorgt für ausgewogene Ernährung (was gesünder ist als nur Fisch), der Förster sorgt dafür, dass es genug Wald gibt, so dass der Sammler was zum Sammeln hat. Ein zweiter Förster inkl. Jagdhütte hilft ebenfalls.

      Schwierig ist auch, dass das Spiel einem nicht mitteilt, wie man effektiv baut- Förstergebiete sollten sich z.B. nicht überschneiden, Sammler finden in Mischwäldern am meisten und und und.

      Wer Schwierigkeiten hat und relativ gut Englisch versteht, dem empfehle ich eine Let's Play-Reihe, die in der Episode "Sprouting of Brussels" (#5) mit einer neuen Stadt loslegt- da lernt man einiges.

      http://www.youtube.com/watch?v=jZmcVYsJSfY
    • Mein Strategiespiele-Profi der Wahl hat folgendes Feedback

      Ich finds no guet, es isch ned es klassischs siedler wod immer grösser/besser wirsch, sondern eher s gegeteil: es wird schwerer je grösser dassd bisch.


      aber langziitunterhaltig chasch (ohni mods) ned würkli erwarte... wenn mal en gschiidi buildorder usegfunde hesch, isch de ufbou recht simpel (es het ned sonderlich vill verschidnigi gebäude) und mer verlüürt eigetli nur no gege zuefälligi katastrophene...


      sprich: guet für paar stunde, aber ned meh ^^



      Oder auf Deutsch: Gut, aber sobald man mal rausgefunden hat wie das Spiel funktioniert, ist es nicht mehr wirklich anspruchsvoll.
    • @Farmer: Das die leute hier so reden, daran habe ich mich ja längst gewöhnt, aber geschrieben stellt es mir immer noch sämtliche Zehennägel ;) ... auch wenn ich es lesen und verstehen kann. Ist halt immer wieder überraschend wenn jemand wirklich auch "Dialekt" schreibt.
      "When a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully!" (Samuel Johnson)
    • Das ist eine Kombination aus Aargauer, Zürcher und seltsamerweise etwas bernischem Einfluss (zumindest geschrieben... wer schreibt denn bitte Aufbau als ufbou!)

      :D


      Ich finde schweizerdeutsch geschrieben eigentlich ganz angenehm zum Lesen, die meisten Leute verwenden dabei lustigerweise einen anderen Stil als beim Sprechen ^^
    • @Farmer

      Naja, sobald man herausgefunden hat, wie ein Spiel funktioniert, sind nur die wenigsten Spiele dieser Art wirklich noch anspruchsvoll :D
      (solange kein Spiel gegen menschliche Gegner geschieht, ist das auch nur schwer zu erreichen).
      Aber mal abwarten, was Mods mit der Zeit so bringen - sobald das Kit erschienen ist, natürlich.
    • Es macht süüüüchtiiiig
      Inzwischen habe ich mein Dorf glaube ich ganz gut im Griff, es lebt nun schon seit 30 Jahren.

      Einmal gab es einen Tornado, der hat neben allen Kühen (sauteuer beim Händler zu erwerben) rund einen viertel der Bewohner eingesaugt und ein paar Gebäude geplättet. Als Lösung habe ich die Schule geschlossen und die Kinder mussten ohne Ausbildung direkt arbeiten gehen :D

      Brände sind leider total zufällig, ob sie das Dorf abfackeln... die Chance ist hoch, denn die KI unternimmt schlichtweg NICHTS (vermutlich ein Bug). Im Gegenteil, die Clowns laufen einfach herum, dabei wäre ein Fluss und ein Brunnen direkt neben dem Brandherd. Die einzige Lösung ist anscheinend, die Gebäude drum herum für den Abriss zu markieren, wodurch sie nicht brennen (und die Arbeiter sind eh zu lahm, als dass wirklich was Abgerissen werden würde. Nach dem Brand kann der Abriss einfach rückgängig gemacht werden).
    • Brände sind leider total zufällig, ob sie das Dorf abfackeln... die Chance ist hoch, denn die KI unternimmt schlichtweg NICHTS (vermutlich ein Bug). Im Gegenteil, die Clowns laufen einfach herum, dabei wäre ein Fluss und ein Brunnen direkt neben dem Brandherd. Die einzige Lösung ist anscheinend, die Gebäude drum herum für den Abriss zu markieren, wodurch sie nicht brennen (und die Arbeiter sind eh zu lahm, als dass wirklich was Abgerissen werden würde. Nach dem Brand kann der Abriss einfach rückgängig gemacht werden).


      Naja, das ist wohl dann wirklich nicht "working as intended".
      Aber ich muss schon sagen, es hat wirklich was... eigentlich sehr simpel (gemessen an der Vielfalt, kein Kampf, keine Gegner, kein Multiplayer, kein eigentlich "direktes" Ziel)... und dennoch macht es sehr viel Spaß, immer mal wieder nach den Rackern zu schauen :D
    • Mein Dorf hat inzwischen 350 Erwachsene / 60 Studenten / 100 Kinder und es wird immer schwieriger, alle vernünftig zu ernähren. Hier sind einige Tipps aus meinen Erfahrungen, falls ihr bereits im ersten Winter drauf geht:

      Grundregel: Lasse niemals Essen, Werkzeuge oder Feuerholz ausgehen. Wenn dir das passiert, wird dein Dorf in einer Kettenreaktion verhungern/erfrieren. Erhöhe die Limiten auf Essen ins unermessliche, du willst maximal viel Essen lagern. Deine erste Priorität ist IMMER das beschaffen von Essen, dicht gefolgt von Feuerholz. Beides wiederum ist nur möglich, wenn du Werkzeuge hast. Baue nicht zu viele Häuser, sonst wächst deine Stadt schneller als du die Futterproduktion aufbauen kannst. Das selbe gilt für Nomaden, sie können dein Gleichgewicht schnell kippen.

      Jeder Einwohner benötigt ~100 Essen pro Jahr. Beachte, dass du also jedes Jahr so viel produzierst und idealerweise auch so viel in deinem Lager hast - insbesondere wenn viele Felder vorhanden sind, die Missernten haben können.

      Vergesse folgende Dinge am Anfang, denn sie sind zu teuer bzw. (noch) unnötig bzw. ineffizient:
      Mine, Steinbruch, Taverne, Kapelle, Gemeindehaus (Town Hall), Feld (Crop Field), Obstgarten (Orchard), Marktplatz, Steinhäuser, Brunnen, Hospital, Handelsposten

      Erste Essensproduktion
      Bestimme ein Waldstück neben der Stadt und setze einen Gatherer (Sammler) hinein. Später kannst du noch einen Hunter (Jäger) und Forester (Förster) hinzufügen, der den Wald pflegt und erst noch Holz sammelt. Sammler sind extrem effizient und simpel in der Verwaltung. Falls du einen See hast, ist Anfangs auch ein Fischer eine Option, er ist allerdings nicht ganz so gut wie Sammler. Jäger sind nicht allzu effizient, aber sie liefern dafür Leder. Holz, Steine und Eisenerz kriegst du Anfangs am einfachsten einfach durch Sammeln. Die Mine / Steinschlag sind anfangs zu teuer.

      Ressourcenverarbeitung
      Platziere Warenhäuser und Lagerplätze (Stock Piles) in der Nähe deiner Produzierenden Gebäude, ohne deren Operationsgebiet zu stören (Sprich am Rande des Kreises). Die Gebäude werden ineffizienter, wenn sie produzierte Waren weit tragen müssen. Wenn dein Dorf ~100 Leute hat, lohnt sich dann auch ein Marktplatz, welcher die Waren aus den Warenhäuser holt und zentral anbietet.

      Dorfkern
      Baue nicht einen grossen Dorfkern aus Häusern, denn die Leute müssen schliesslich zur Arbeit laufen. Es empfiehlt sich, Schmied, Schneider und Sägerei nahe an Warenhaus und Lagerplatz zu platzieren UND die Häuser ebenfalls nahe zu haben. Also am besten mitten in die Häuser streuen. Auch für Sammler/Jäger/Förster sollten Häuser möglichst in der nähe stehen.

      Felder
      Arbeiter auf den Feldern müssen nur von Frühling bis Spätherbst arbeiten. Du kannst sie im Winter anderswo einsetzen (zb um Gebäude zu bauen). Denke aber daran, dass sie rechtzeitig auf dem Feld stehen müssen, oder deine Ernte wird mies ausfallen. Am besten im Spätwinter zurück auf die Felder schicken. Bei 15x15 Felder hatte ich mit 4 Arbeitern die besten Erfahrungen gemacht. Zudem lohnt es sich, manuell die Ernte auszulösen. Z.B. bei einigen Feldern, welche bereits im Sommer/Spätsommer die Ernte beginnen und sobald das Feld leer ist auf die verbleibenden Felder schicken.
      ICh ernte alle Felder immer schon im Spätsommer, da im Herbst oft Schneefall einen Teil der Ernte vernichtet. Falls du deine Bauern nicht vom Feld abziehst im Winter, werden sie automatisch als "Arbeiter" arbeiten.

      Handelsposten
      Die einzige Möglichkeit, um an neues Saatgut und Nutztiere zu kommen. Auch praktisch, wenn die Stadt zu schnell wächst und man nofallmässig Essen braucht.... falls denn gerade ein Esswarenhändler anlegt. Das ganze Spiel geht aber durchaus auch ohne, Angestellte braucht es hier die meiste zeit überhaupt nicht (es gibt nichts zu tun, ohne ein ankerndes Händlerboot). Gut für den Verkauf sind sämtliche Überschussprodukte (z.B. Leder, wenn man irgendwann genug Schafe hat). Feuerholz lässt sich gut verkaufen, für das dass es eine unbeschränkte Ressource ist.

      Happyness/Gesundheit
      Wenn man Sammler,Jäger und 1-2 Fischer hat, sind die Leute schon ziemlich vielseit ernährt. Somit auch ziemlich Gesund. Einen Herbalist ist anfangs nicht nötig und ein Spital braucht man sehr lange nicht, also vorerst darauf verzichten. Eine Taverne ist unnötig, die Leute sind auch so Glücklich.